Tierhilfe Craiova-Hilfe für rumänische Tiere e.V. 

Gabriela Dumitrescu

Gabriela

 Quelle Bild Frank Goralski

Gabriela hat bereits als Kind ihre erste Katze von der Straße geholt. Als Teenager auch ihren ersten Hund. Bereits als Jugendliche füttert sie die Tiere auf der Straße um sich herum und kümmert sich um sie.

Mit der Zeit und steigendem Alter versorgt sie immer mehr Tiere, 40-45 im Schnitt, immer mehr Hunde als Katzen im Verhältniss von ca. 1:4.

Die Zahl schwankt stark,weil mal der ein oder andere Hund überfahren, gefangen wird oder verschwindet. Dafür kommen wieder Neue hinzu.  Oder sie sieht im vorbei fahren einen Hund und füttert ihn. Die Zahlen sind schwer fest zu machen.

 

Es sind aber nicht nur Streuner, die sie füttert, auch Kettenhunde und Tiere aus der Umgebung mit Besitzern werden nicht vergessen. Oft versorgen die Besitzer ihre Tiere nur unzureichend. im Sommer kein frisches Wasser, Futter nur wenn gerade was über ist aus der Küche, sie stehen in ihren Fäkalien, haben teilweise keinen geschützen Ort wie eine Hütte.

 

Ihre Mutter Elena unterstützt sie dabei unermüdlich, obwohl sie selbst gesundheitlich sehr angeschlagen ist. Im Laufe der Zeit verliert Gabriela immer mehr Freunde und auch ihren Freund, keiner versteht warum sie soviel Zeit in die Tiere steckt. Für sie ist es undenkbar einfach die Augen zu verschließen und das Leid der Tiere zu ignorieren. So bleibt ihre Mom als Einzige, die ihr hilft.

Mittlerweile ist sie Ärztin und arbeitet Vollzeit.

 

2013 wird von der Stadtverwaltung beschlossen das Breasta gebaut wird (mehr dazu - Lage in Craiova) und Gabriela und ihre Mom haben Angst um ihre Tiere auf der Straße, so fasst sie den Entschluss ein Grundstück zu mieten, um einen eigenen kleinen Shelter zu bauen. Sie sammelt ihre Hunde von der Straße ein und bringt sie in den Shelter. Jetzt sind sie sicher, aber es sind noch sehr viele draußen unterwegs, die sie einfach finanziell nicht mehr versorgen kann. Sie wechselt sogar die Arbeitsstelle um mehr zu verdienen, um alles finanzieren zu können. Sie mag ihre Arbeit nicht, arbeitet mit giftigen Substanzen, aber sie bleibt dabei...für die Tiere. 

 

 

Sie kastriert die Streuner, und bringt sie zurück zu ihrem Platz, spricht Einheimische an und bietet eine kostenlose Kastration an, einige nehmen an, andere verweigern die Kastration. Im laufe der Zeit hat sie über 300 Tiere kastriert, eine stolze Zahl. 

Die Family Vet Klinik kastriert Hunde kostenlos, in Kooperation mit der Nancy James Stiftung , nur leider wartet man ca. 4 Monate auf einen Termin , das ist in der Praxis mit Straßenhunden eine sehr lange Zeit. So macht sie immer einen Termin für einen Hund und eine Katze, und schaut welche Kandidaten zu dem Zeitpunkt verfügbar sind. Ansonsten lässt sie die Tiere bei Toby Vet kastrieren, dort zahlt sie aber komplett dafür. Die Tierärztin kommt auch zu ihr in den Shelter, was für die Hunde viel stressfreier ist.

Außerdem kümmert sie sich um angefahrene, verletzte , vergiftete oder hilflose Tiere, das sind meist die, die in ihrem Shelter aufgenommen und liebevoll hochgepäppelt werden.

Kosten für die medizinische Versorgung, OP's und Medikamente sind unberechenbar. 

 

 Nach und nach baut sie mit ein wenig finanzieller Hilfe einzelner Menschen aus England, Deutschland, Norwegen und Österreich Kennel für ihren Shelter und umzäunt ihn Blickdicht, weil die Nachbarn nicht sehen sollen wieviele Hunde da sind. Es ist gefährlich offen einen privaten Shelter zu haben, da immer die Gefahr besteht das die Hundefänger kommen, oder die nicht hundefreundlichen Nachbarn die Tiere verletzen oder sogar töten. Sie wurde auch schon mit einer Axt bedroht, konnte aber mithilfe der Polizei die Situation unversehrt überstehen. 

Hilfe von Menschen vor Ort ist schwierig, da man sich nie sicher sein kann, ob derejnige nicht vielleicht doch die Tiere an die Hundefänger verrät, oder selbst in Breasta abliefert. Handwerker verschwinden auch mal gern nachdem sie eine Anzahlung bekommen haben. Die Umstände sind schwer und Gabriela hat das Vertrauen in viele ihrer Landsleute verloren.

 

Gabrielamit Hund

 

Ihr Alltag ist so voll, das sie oft nur 3-5 Stunden schläft, und immer am Rande der totalen Erschöpfung agiert. 

Sie arbeitet Vollzeit als Ärztin, kauft in 3 verschiedenen Läden Futter (es ist zu wenig in den Regalen und sie braucht unterschiedliche Sorten),  fährt ihre Futterstellen an und versorgt die Straßentiere und Hunde der Umgebung, zur Zeit hat sie sieben dieser Stellen (insgesamt im Schnitt 20 Hunde), danach fährt sie in ihren Shelter und versorgt dort momentan 14 weitere Tiere. Dann muss der Shelter auch noch sauber gehalten werden.

Ihre Mom ist immer dabei und hilft. Spät Abends oder auch erst Nachts kommt sie Zuhause an und kann ihren Haushalt machen, danach geht es ins Bett. Ein unglaubliches Pensum, seit Jahren.

 

Urlaub kennt sie nicht, Freizeit ist nicht vorhanden, nur wenig soziale Kontakte , meist zu Arbeitskollegen.

Was Gabriela und ihre Mom leisten ist unfassbar beeindruckend. 

Gabriela ist so sensibel, mitfühlend und stark, eine Seele von Mensch mit einem riesen Herzen für Tiere.

 

Sie braucht Hilfe, nicht nur von einzelnen, sondern einen Verein der sie fest unterstützt. Gabriela freut sich so sehr, das wir uns entschlossen haben, diesen Weg zu gehen. 

 

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