Tierhilfe Craiova-Hilfe für rumänische Tiere e.V. 

Die Lage in Craiova

Craiova Innenstadt

Craiova liegt im Süden Rumäniens und sie ist die Hauptstadt des Kreises Dolj in der Walachai. 

Mit einer Einwohnerzahl von 295.000 gehört sie zu den sechs größten Städten in Rumänien.

Craiova war seit dem 15. Jahrhundert die Residenz des Ban von Craiova. Die Herrscher gehörten der Adelsfamilie Craiovești an, aus der mehrere Fürsten der Walachei hervorgingen. Eine Stadt mit viel Geschichte und Bedeutung.

 

Heute ist sie beliebtes Touristenziel, da die Stadt viele Museen und alte Kirchen hat. Auch der Romanescu-Park, ein 90 Hektar großer Landschaftspark, ist sehenswert. 

Die Innenstadt ist mit vielen Bäumen und Blumen bepflanzt, ist sehr sauber und schön. Schaut man aber etwas hinter die Kulissen, erkennt man das ein korruptes System Schaden hinterlassen hat, gerade öffentliche Gebäude wie Krankenhäuser und Behörden scheinen sehr vernachlässigt und für deutsche Verhältnisse katastrophal. Die Außenbezirke sind geprägt von vielen kleinen Häusern in unterschiedlichen Zuständen und viele Felder. Man erkennt die Armut dort sehr gut, da viele Häuser bei uns als baufällig gelten würden, dort aber Menschen leben.

 

Hundefänger bei der Arbeit

Breasta Shelter

 

Craiova hatte ein großes Problem mit Straßenhunden in der Vergangenheit, die Bevölkerung forderte Lösungen, und die Stadtverwaltung reagierte mit dem Bau des Breasta Shelters außerhalb von Craiova.

Hundefänger holen, bis heute, die Hunde von den Straßen, oft sehr grausam und gefühlskalt. Die Hunde sterben oft bereits beim einfangen oder werden schwer verletzt.

Sie bekommen ein Kopfgeld wenn sie einen Hund in Breasta abliefern, wie hoch dieses ist, konnten wir leider auch bei unserem Besuch im Mai 2017 nicht in Erfahrung bringen.

Es gibt wohl auch "Vermehrer" die Hunde züchten um sie dann für das Kopfgeld zu verkaufen.

Die Hunde bleiben 14 Werktage dort und werden dann getötet, lt. Aussagen von Tierschützern, nicht im humanen Sinne.

 

 

Die Betäubung wird beim einschläfern weggelassen, so spart man Geld. Die Hunde ersticken qualvoll bei vollem Bewußtsein und das kann sich über mehrere Stunden ziehen, gerade wenn unterdosiert wurde. Sie werden einfach mit Schaufeln und Äxten erschlagen, wenn das "euthanasieren" zu lange dauert. Es gibt auch Berichte das die Hunde einfach gegen die Wand geschlagen werden und andere Grausamkeiten.

Für jeden der Tiere liebt ist das unfassbar grausam. 

 

Ca. 200 Hunde sind dort im Schnitt interniert und die Tierschützer haben keine Chance alle zu retten. 

Es waren nach dem Bau  in 2014 über 900 Hunde dort , sie wurden in Massen getötet.

Die Tierschützer vor Ort versorgen die Tiere mit Futter und Wasser und säubern auch die Kennel, den Mitarbeitern sind die Tiere egal, da sie ja sowieso sterben und Hunde haben einfach nicht den Stellenwert dort, wie sie ihn bei uns haben. 

So ist das Problem der Straßenhunde gelöst, und man sieht auch nicht viele in der Innenstadt. 

 

 

Breasta Shelter

Die Einheimischen

 

Wir haben auch bei unserem Besuch versucht ins Gespräch mit Einheimischen zu kommen, und wir haben den Eindruck, das viele gar nicht wissen was in Breasta passiert. Sie finden Breasta gut, seitdem der Shelter gebaut wurde, ist die Situation besser. 

 

Auch die Aussage " Wir halten unsere (Rasse)Hunde an Ketten auf dem Grundstück, um die Straßenhunde fern zu halten. Durch das bellen bleiben sie fern"  ist eine Aussage die nachdenklich macht. 

Die Rassehunde werden auch nicht kastriert. weil man ja mit ihnen züchten kann, und so durch den Verkauf Geld in die Kasse kommt. Wobei uns ganz anders wurde, als auf die Frage " Wieviel Euro bekommt man für einen Rassehund ?" die Antwort kam " 10 Euro" . Für uns ist das wenig für Rumänien ein guter Preis.

Es gibt viel zu tun in Craiova und auch dem restlichem Rumänien.

Menschen müssen aufgeklärt und sensibler gemacht werden. Die Kastration muss als Lösung erklärt werden. das dies längerfristig der bessere Weg ist, als einfach nur zu töten.

Die Tiere müssen als fühlende Wesen ins Bewußtsein der Menschen vor Ort gebracht werden , und das ein Tier auch Verantwortung mit sich bringt. Das wird ein langer Weg, aber wir treten ihn an.

Wunde durch eine Schlinge der Hundefänger bei Hera

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