Tierhilfe Craiova-Hilfe für rumänische Tiere e.V. 

Die Sicherung des Hundes

Wolters no escape Geschirr

Das Ausbruchsichere Geschirr

 

Der prägnante Unterschied zu normalen Geschirren ist sofort auffällig. 

Es hat einen zweiten Bauchgurt , der auf der letzten Rippe aufliegen sollte, diese Stelle ist dünner als die Brust, wo der erste Gurt sitzt. Wenn das Geschirr fest sitzt, ist es unmöglich das der Hund sich aus dem Geschirr windet oder rückwärts raus schlüpft.

Der zweite schmale Bauchgurt kann nicht über die größere Brust rutschen. 

 

Bei uns wird der Hund nur übergeben wenn er das von uns mitgegebene Ausbruchsichere Geschirr trägt, oder ein eigenes von den Adoptanten mitgebracht wird. Der Grund dafür liegt nahe, wir möchten das Risiko minimieren das der Hund nach der Übergabe an den Adoptanten entläuft. Das passiert sehr häufig, weil die neuen Besitzer die Reaktionen des Hundes unterschätzen. 

Innerhalb von Sekunden kann der Hund aus einem normalem Geschirr oder Halsband nach hinten raussteigen, er benutzt den Widerstand der Leine, die auf Zug ist, und zieht sich das Geschirr oder Halsband mit einer Rückwärtsbewegung über den Kopf, die Beine werden beim Geschirr einfach nach oben an den Körper angelegt und der Hund hat sich befreit und läuft weg. 

 

Unsere Hunde sind zu 90% nicht an Geschirr oder Halsband gewöhnt, da sie lange auf der Straße oder im Shelter gelebt haben. Sehr häufig haben Straßenhunde sogar panische Angst vor Halsbändern, da sie dieses Gefühl von den Hundefängern kennen, die ihnen eine Schlaufe über den Kopf gestülpt und dann fest zugezogen haben. Es ist möglich das Ihr neuer Begleiter niemals ein Halsband entspannt tragen kann, seien Sie sich darüber bewußt, wenn Sie sich für einen ehemaligen Straßenhund entscheiden.

 

 

Beim Gassi gehen optimal sichern 

 

Der Gassigang ist die gefährlichste Zeit in den ersten Wochen. Der Hund fängt erst nach 14 Tagen an, überhaupt eine Bindung zu Ihnen aufzubauen, vorher sind Sie Fremde und der Hund wird weglaufen, wenn er die Gelegenheit hat.

 

Die optimale Sicherung in den ersten Wochen besteht aus einem ausbruchsicherem Geschirr, einem extra Halsband mit Zugstop und 2 Führleinen (keine Flexi). Die eine Leine am Geschirr und um den Körper befestigt, die andere am Halsband und in der Hand. Selbst wenn Sie fallen sollten, kann der Hund nicht entwischen, durch die Sicherung am Körper.

 

Das ist zuviel in Ihren Augen ? Leider Nein ! Täglich begegnen uns genau diese Fehler in der Sicherung der Hunde, und Sie sind weg. Im besten Fall kann er wieder eingefangen werden, im schlechtesten wird er vom Auto oder Zug überfahren. Bitte nehmen Sie den Mehraufwand in Kauf.

 

Falls Sie einen Hund haben der kein Halsband aufgrund seiner Traumatisierung mit den Hundefängern duldet, sollten Sie die zweite Leine auch am Ausbruchsicherem Geschirr befestigen und am Körper. 

Die Leine um den Körper kann um die Hüfte in den Schlaufen der Jeans gebunden sein, oder sie ziehen sich die Leine über den Kopf und quer über den Oberkörper.

 

Die Flexi ist Anfangs in mehrfacher Hinsicht nicht geeignet:

  • Der Hund wird schwerer Leinen führig
  • Wenn die Flexi aus der Hand rutscht, knallt Sie laut auf den Boden und rutscht schnell auf den Hund zu und trifft ihn, das erschreckt jeden Hund.
  • Gerade die mit Kordeln (also runde Schnüre) können reißen.

 

Rechnen Sie in den ersten Monaten immer damit das der Hund sich erschreckt, aufgrund eines Geräusches oder Situation die er nicht kennt oder vor der er Angst hat. Seien Sie wachsam.

 

 

Das sichere Zuhause und der Transport

 

Achten Sie darauf dass das Tier nicht eben durch die Beine schlüpfen kann, wenn Sie die Tür öffnen.

Falls ein Garten vorhanden ist, sollte der Zaun je nach Größe des Hundes 1,50m bis 2,50m hoch sein, und Gegenstände über die der Hund aus dem Garten entwischen kann, sollten nicht in Zaunnähe stehen.

Lassen Sie Ihren Hund in der ersten Zeit nicht unbeaufsichtigt im Garten, es gibt Hunde die klettern regelrecht Zäune hoch. 

 

Wenn wir Ihnen den Hund übergeben, denken Sie daran wie Sie den Hund am besten transportieren, vergessen Sie nicht, Sie sind ihm völlig fremd. 

Eine ist die Transportbox, der Hund wird in der Übergabe Wohnung in die Transportbox geführt, und diese wird ins Auto getragen. Bei Ankunft in Ihrem Zuhause tragen Sie den Hund mit der Box in Ihre Wohnung, und machen die Box auf, er kommt von allein raus, wenn er bereit ist.

Sie können den Hund auch im Kofferraum transportieren, bitte denken Sie daran die Leine zu befestigen, so das der Hund nicht rausspringen kann, sobald Sie den Kofferraum öffnen, auch das passiert sehr häufig. Bitte behalten Sie den Hund im Auge, es gibt Hunde die zerkauen ein Geschirr innerhalb kürzester Zeit.

Eine gute Variante ist der Rücksitz mit Anschnallgurt. Der Hund wird an seinem Geschirr an einen speziellem Anschnallgurt befestigt, dieser ist im Fachhandel zu kaufen. Am besten sitzt eine Begleitung neben dem Hund. Lassen Sie die Leine am Geschirr und nehmen Sie diese vor dem abschnallen fest in die Hand.

 

Das alles klingt sehr penibel und übervorsichtig, aber genau diese Punkte, die wir hier aufführen, sind die häufigsten Gründe das ein Hund entläuft. 

Für uns gibt es nichts schlimmeres als einen Hund aus dem Tierschutz, der seine Reise in ein schönes Zuhause antritt und dann entläuft und stirbt, weil seine neuen Besitzer sich nicht im klaren darüber waren, was man alles beachten muss.

 

Wir hoffen das so ein Fall bei uns nie eintritt.

Helfen Sie uns dabei. 

 

 

 

 

 

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